Warum habe ich weißen Ausfluss?

like

0

Teilen Auf:

share_facebookshare_twittershare_whatsappshare_mail

Wenn es eine Ausflussvariante gibt, die so ziemlich jeden zum Nachdenken bringt, dann ist das definitiv weißer Ausfluss.

Ist das normal? Oder nicht? Wie kommt es zu weißem Ausfluss? Bin ich gesund, wenn ich das habe?

So viele Fragen – und natürlich gibt es dazu auch genauso viele Antworten. Mindestens!

Aber zunächst einmal solltest du wissen, dass Ausfluss eine gesunde Körperfunktion ist, die „da unten“ alles in Ordnung hält. Ausfluss ist im Grunde nur eine Mischung aus Flüssigkeiten, die von Muttermund und Vagina gebildet werden, damit dein Körper so funktioniert, wie er funktionieren sollte. Wir haben weitere Infos für dich gesammelt.

Was ist „normaler“ Ausfluss?

„Normaler“ Ausfluss ist von Mädchen zu Mädchen und von Frau zu Frau unterschiedlich, es wird also etwas schwierig, Normalität überhaupt zu definieren. Grundsätzlich aber ist der meiste Ausfluss normal – und damit nichts, worüber du dir Gedanken machen solltest. Zu den größten Bedenken rund um Scheidenausfluss zählen die Farbe und das allgemeine Aussehen, also die Beschaffenheit.

Die meisten von uns haben sich vor allem in früher Fraulichkeit schon gefragt, ob dieser cremige, dicke, wässrige, weiße Ausfluss normal ist. Die Antwort lautet fast immer: „Ja, absolut normal, kein Grund zur Panik!“

Dummerweise ist es bei weißem Ausfluss manchmal aber doch nicht ganz so einfach. Wenn du weißen Ausfluss hast, gibt es unzählige Gründe dafür, die von einem natürlichen Teil deines monatlichen Zyklus bis hin zu einer Pilzinfektion reichen. Im Grunde kann weißer Ausfluss ein Anzeichen dafür sein, dass alles in Ordnung ist – oder dass etwas nicht in stimmt. Verwirrend, nicht wahr? Alles im allem läuft es darauf hinaus, welche sonstigen Faktoren noch daran beteiligt sind.

Zurück zum Wesentlichen: Was ist Scheidenausfluss?

Ausfluss ist eine leicht schleimige Substanz, die von den Drüsen deiner Vagina und deines Muttermundes gebildet wird. Eine Substanz, die dein Körper produziert, um sich sauber und gesund zu erhalten sowie obendrein Infektionen vorzubeugen.

Dieser Ausfluss ist meistens durchsichtig und etwas klebrig. Aber meistens heißt ja, dass es nicht immer so sein muss: Zu unterschiedlichen Zeiten deines monatlichen Zyklus – und im gesamten Leben – kann der Ausfluss seine Farbe, Beschaffenheit und seinen Geruch verändern. Gewöhnlich ist dies kein Grund zur Sorge, da schlicht deine Hormone dahinterstecken, die sich auch auf deinen Ausfluss auswirken.

Woher kommt weißer Ausfluss?

Die wahrscheinlichsten Ursachen weißen Ausflusses sind Veränderungen deines Hormonspiegels. Dieser verändert sich ständig im Laufe des Monats, je nachdem, was bei deinem Körper gerade ganz oben auf der Aufgabenliste steht. Daher ist ein bisschen weißer Ausfluss, vor allem zu Beginn und am Ende deines Menstruationszyklus, rundum normal.

Die häufigste Ursache für weißen Ausfluss ist schlicht und einfach der Beginn deiner Periode. Ein paar Tage zum Ende des Zyklus und zum Anfang des nächsten bemerkst du vielleicht, dass sich die klare Flüssigkeit in einen milchig-weißen Ausfluss verwandelt, der etwas dicker ist und durchaus auch mal ein bisschen mehr werden kann.

Dies liegt daran, dass dein Körper mehr Östrogen ausschüttet. Dafür gibt es auch eine Fachbezeichnung, nämlich Leukorrhoe oder Weißfluss. Daher sollte dich diese Ausflussvariante nicht in Panik versetzen, da sie schlicht zeigt, dass dein Körper funktioniert.

Auch ein Anstieg des Progesteronspiegels, zu dem es nach dem Eisprung kommt, kann weißen Ausfluss auslösen. Auch das ist völlig normal. Und wenn du etwas weißen Ausfluss in der Unterwäsche oder auf dem Klopapier bemerkst, sagt dir das einfach, dass mit der Welt noch alles in Ordnung ist.

Weißer Ausfluss ist ein Vorzeichen der Schwangerschaft

Weißer Ausfluss KANN auch ein Schwangerschaftsvorzeichen sein, da in der Schwangerschaft mehr Ausfluss produziert wird, um die Vagina möglichst sauber zu halten. Da deine Scheide dadurch recht gründlich gespült wird, wird so auch gleich verhindert, dass sich Infektionen bis zur Gebärmutter und damit bis zu deinem Baby vorkämpfen können. Na? Ganz schön clever, nicht wahr?

Wann wird weißer Ausfluss problematisch?

Leider ist weißer Ausfluss nicht immer ein gutes Zeichen. Für sich allein genommen ist weißer Ausfluss normal. Wenn sich dabei jedoch auch der Geruch verändert, leuchten die ersten Warnlämpchen auf; vor allem, wenn es stark nach Brot oder Fisch riecht.

Wenn also weiteren Anzeichen hinzukommen, die nicht ganz üblich sind – wie Juckreiz oder dass deine Genitalien wund oder gereizt sind sowie wenn der Ausfluss klumpig wird – ist es an der Zeit, die Sache von einem Arzt/Ärztin abklären zu lassen.

  • Pilzinfektion

    Eine Ursache des weißen Ausflusses kann eine Pilzinfektion sein, die man auch Soor nennt. Eine solche Infektion ist besonders wahrscheinlich, wenn dein Ausfluss klumpig-weiß wird und vielleicht ein wenig an Hüttenkäse erinnert und, eventuell von einem hefeartigen Geruch begleitet wird. Und wenn zusätzliche Symptome wie Juckreiz im Schritt hinzukommen.

    Übrigens musst du nicht sexuell aktiv sein, um so etwas zu bekommen. Falls du befürchtest, dass dies die Ursache deines weißen Ausflusses sein könnte, solltest du dich in Behandlung begeben. Dein Arzt/deine Ärztin kann dir eine Creme oder ein Gel geben oder verschreiben, die oder das mit den Bakterien aufräumt. Keine Sorge: Sehr, sehr viele Frauen erwischt es im Laufe ihres Lebens. Das Gute daran: Mit den richtigen Medikamenten ist die Sache in ein paar Wochen überstanden.

  • Bakterieninfektion

    Wenn dir auffällt, dass dein weißer Ausfluss stark nach Fisch riecht, kann dies auf eine bakterielle Infektion oder eine so genannte bakterielle Vaginose hindeuten. Bei einer bakteriellen Vaginose gibt es zu viele Bakterien in deiner Vagina. So etwas wird oft von einem wässrigen, weißen Ausfluss begleitet. Und wie die Pilzinfektion kann diese Erkrankung auch ganz ohne sexuelle Aktivität auftreten. Lass dir einen Termin beim Arzt/einer Ärztin geben und dich vernünftig behandeln.

  • Geschlechtskrankheit

    Auch Geschlechtskrankheiten können der Grund für dicken weißen oder milchigen Ausfluss sein, der manchmal von einem starken Geruch oder Schmerzen im Beckenbereich begleitet wird. In diesem Fall solltest du alles möglichst schnell abklären und behandeln lassen.

Wie lässt sich weißer Ausfluss vermindern?

Es gibt ein paar Dinge, mit denen du dafür sorgen kannst, dass das pH-Gleichgewicht in deiner Vagina ausgeglichen bleibt. Dies wiederum kann deinen Weißfluss vermindern, manchmal auch stoppen.

  • Nimm eine unparfümierte oder nur leicht parfümierte Seife (oder ein anderes neutrales Mittel) fürs tägliche Waschen.
  • Wische übermäßigen Ausfluss mit Babytüchern weg (immer von vorne nach hinten).
  • Verzichte auf Intimduschen.
  • Wechsle deine Unterwäsche regelmäßig, entscheide dich am besten für Baumwollunterwäsche statt für Synthetikmaterialien.

Wie kann ich weißen Ausfluss in den Griff bekommen?

Wenn es außer deinem natürlichen Menstruationszyklus keinen Grund für den Ausfluss gibt, mach dir einfach keine Gedanken! Wenn dir die Flecken und das feuchte Gefühl auf die Nerven gehen, nimmst du einfach ALWAYS Slipeinlagen. Besonders dann, wenn der Ausfluss ein bisschen zunimmt. Sie nehmen dir die meisten Sorgen und du fühlst dich gleich viel frischer und sauberer. Und da sie gründlich dermatologisch getestet sind, kannst du die Slipeinlagen getrost auch jeden Tag tragen.

Veränderungen deines Ausflusses im Auge behalten

Wenn es eines gibt, das du dir in Sachen „Was ist normal?“ merken solltest, ist es das: Es geht darum, was bei dir normal ist, nicht bei sonst jemanden. Lern deinen ganz eigenen Zyklus kennen, da viele Veränderungen deines Ausflusses schlicht und einfach mit deinem Zyklus und den damit verbundenen Veränderungen deines Körpers zu tun haben.

Es ist auch keine schlechte Idee, eine Art Ausflusstagebuch (ja, das klingt ein bisschen seltsam) zu führen und darin festzuhalten, welche Art Ausfluss du im Laufe des Monats bemerkst. So weißt du schon bald, was wann auf dich zukommt, und kannst sämtliche Veränderungen und möglichen Probleme einfacher erkennen. Und wahrscheinlich verstehst du im Laufe der Zeit auch immer besser, was „da unten“ vor sich geht. Und das ist eigentlich nie verkehrt.

-

Teil der P&G Familie:

© 2021 Procter & Gamble