Menstruationsstörungen – Ursachen, Symptome und wann du Hilfe suchen solltest!

Menstruationsstörungen – Ursachen, Symptome und wann du Hilfe suchen solltest!

Eine atypische, also „nicht normale“, Periode ist jede Menstruation, die von dem abweicht, was für dich persönlich normal ist. Viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Veränderungen im Zyklus. In den allermeisten Fällen ist dies kein Grund zur Sorge! Diese Unregelmäßigkeiten können zum Beispiel durch hormonelle Schwankungen, körperliche Veränderungen und verschiedene Lebensstilfaktoren, die den weiblichen Zyklus beeinflussen, entstehen. Eine atypische Periode kann sich unter anderem durch Veränderungen in Dauer, Stärke, Zeitpunkt oder durch zusätzliche Symptome wie Schmerzen oder Schmierblutungen zwischen den Zyklen bemerkbar machen.

In diesem Artikel erfährst du:

  • was als normaler Menstruationszyklus gilt;
  • was als atypische Blutung gilt;
  • die häufigsten Ursachen für eine atypische Periode;
  • wann Veränderungen ärztliche Abklärung brauchen.

Finde den vollständigen Artikel weiter unten

1. Normale und atypische Menstruation – was ist der Unterschied?
2. Ursachen für Menstruationsstörungen
3. Symptome einer atypische Menstruation – wann solltest du dir Sorgen machen?
4. Eine atypische Menstruationblutung - wie sehen sie aus?
5. Wann solltest du ärztlichen Rat einholen?

01 Normale und atypische Menstruation – was ist der Unterschied?

Den Unterschied zwischen normaler und atypischer Menstruation zu kennen, ist wichtig, um mögliche gesundheitliche Warnzeichen früh zu erkennen. Ein typischer Zyklus tritt meist alle 21 bis 35 Tage auf, dauert etwa fünf bis sieben Tage und geht mit einer Blutung einher, die deinen Alltag nicht stark beeinträchtigt. Natürlich gibt es immer kleine Schwankungen. Von einer atypischen Menstruation spricht man jedoch, wenn Blutungsmuster außerhalb dieses Rahmens liegen oder sich deutlich von deinem gewohnten Zyklus unterscheiden.

Ungewöhnliche Zyklen können zum Beispiel beinhalten:

  • ungewöhnlich starke oder sehr schwache Blutungen;
  • Perioden, die zu häufig auftreten oder sehr weit auseinanderliegen;
  • Zyklen kürzer als 21 Tage oder länger als 35 Tage;
  • Blutungen oder Schmierblutungen zwischen den Perioden oder nach dem Sex;
  • Perioden, die länger als sieben bis acht Tage dauern oder plötzlich ausbleiben.

Wenn du besser verstehen möchtest, wie der Zyklus funktioniert, kann dir das helfen, diese Unterschiede besser einzuordnen (ausführlich erklärt hier: Der Menstruationszyklus einfach erklärt: alles Wichtige auf einen Blick).

02 Ursachen für Menstruationsstörungen

Die Ursachen für atypische Perioden können sehr unterschiedlich sein. Oft spielen hormonelle oder lebensstilbedingte Faktoren eine Rolle oder aber auch körperliche Veränderungen, die den normalen Zyklus stören. Wenn du die Ursachen dafür kennst, wirst du besser einschätzen können, wann du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen solltest. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • hormonelle Ungleichgewichte, z. B. Schilddrüsenerkrankungen, PMOS (Polyendokrines metaboliches Ovarialsyndrom) oder erhöhte Prolaktinwerte, die den Eisprung beeinflussen können;
  • Erkrankungen der Gebärmutter, wie Myome, Polypen, Adenomyose oder Endometriose, die starke, lange oder schmerzhafte Blutungen verursachen können;
  • Infektionen im Beckenbereich, einschließlich sexuell übertragbarer Infektionen, die zu unregelmäßigen oder ungewöhnlichen Blutungen führen können;
  • Stress und Lebensstilfaktoren, wie chronischer Stress, übermäßiger Sport, Essstörungen oder starke Gewichtsschwankungen;
  • Medikamente und Verhütung, darunter hormonelle Verhütungsmittel, Spiralen (IUDs) oder bestimmte Medikamente gegen Epilepsie oder psychische Erkrankungen;
  • andere medizinische Ursachen, wie Blutgerinnungsstörungen, schlecht eingestellter Diabetes oder schwangerschaftsbedingte Komplikationen.

03 Symptome einer atypische Menstruation – wann solltest du dir Sorgen machen?

Die Symptome einer atypischen Menstruation können in ihrer Intensität und Erscheinungsform variieren. Sie können sich durch Veränderungen der Blutungsstärke, des Zeitpunkts oder begleitender Symptome äußern und in manchen Fällen auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen, die medizinisch abgeklärt werden sollte. Anzeichen, die dir helfen einzuschätzen, wann du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen solltest, sind unter anderem:

  • sehr starke Menstruationsblutungen, die den Alltag beeinträchtigen oder häufige Wechsel von Menstruationsprodukten erfordern;
  • Perioden, die länger als sieben Tage dauern;
  • starke oder zunehmende Regelschmerzen, die für dich untypisch sind;
  • Schmierblutungen oder Blutungen zwischen den Zyklen oder nach dem Geschlechtsverkehr;
  • Blutungen nach den Wechseljahren;
  • plötzliche oder unerklärliche Veränderungen in einem sonst regelmäßigen Zyklusmuster.

Das Tracken deines Zyklus‘ mit Hilfe eines Menstruationskalenders oder einer App (wie Perioden Rechner) kann es dir einfacher machen, Muster zu erkennen und Anomalien im Laufe der Zeit zu identifizieren.

Da atypische Blutungen jederzeit auftreten können, hilft es, zuverlässige Menstruationsprodukte – wie besonders saugfähige Binden von Always – griffbereit zu haben, um dich vorbereitet und sicher zu fühlen. Wenn diese Symptome anhalten oder sich verschlimmern, ist die Beratung durch medizinisches Fachpersonal ein wichtiger Schritt zu einer genauen Diagnose und passenden Behandlung.

04 Eine atypische Menstruationblutung - wie sehen sie aus?

Atypische Blutungen während deiner Menstruation können ganz unterschiedliche Formen haben und sich deutlich von einer typischen Regelblutung unterscheiden. Eine atypische Menstruationsblutung kann vermutet werden, wenn die Blutungsmuster deinen Alltag beeinträchtigen oder deutlich von dem abweichen, was für dich normal ist. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • das vollständige Durchbluten von Binden oder Tampons jede Stunde über mehrere aufeinanderfolgende Stunden;
  • der Bedarf an doppeltem Schutz oder nächtliches Aufstehen, um Menstruationsprodukte zu wechseln;
  • Blutungen, die länger als sieben bis acht Tage andauern;
  • das Abgehen großer Blutklumpen, insbesondere größer als eine Münze;
  • extrem unregelmäßiger Blutfluss oder Zyklen, die sehr häufig oder unvorhersehbar auftreten;
  • ein Wechsel zwischen ungewöhnlich starken und ungewöhnlich schwachen Perioden.

05 Wann solltest du ärztlichen Rat einholen?

Eine gelegentlich unregelmäßige Periode kann mit Stress, Reisen oder Veränderungen im Lebensstil zusammenhängen. Anhaltende oder starke Symptome einer atypischen Menstruation solltest du jedoch nicht ignorieren. Du solltest eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, wenn du dir folgende Veränderungen auffallen:

  • sehr starke Blutungen, bei denen du zwei Stunden oder länger jede Stunde eine Binde oder einen Tampon wechseln musst;
  • häufige „Sturzblutungen“ oder Blutungen, die länger als sieben Tage anhalten;
  • unregelmäßige Zyklen, die über mehrere Monate bestehen bleiben;
  • Blutungen zwischen den Perioden oder nach den Wechseljahren;
  • starke Unterbauchschmerzen oder Krämpfe, die deinen Alltag beeinträchtigen;
  • Anzeichen einer Blutarmut wie Müdigkeit, Schwindel, Atemnot oder Ohnmacht;
  • ausbleibende Perioden über drei Monate oder länger ohne bestehende Schwangerschaft.

Bei der Abklärung atypischer Blutungen wird medizinisches Fachpersonal in der Regel zunächst deine Zyklusanamnese erfassen und möglicherweise diagnostische Untersuchungen empfehlen, etwa Bluttests zur Überprüfung auf Blutarmut oder hormonelle Ungleichgewichte, einen Schwangerschaftstest sowie bildgebende Verfahren des Beckens – meist eine Ultraschalluntersuchung. In manchen Fällen können zusätzliche Maßnahmen wie eine Endometriumbiopsie oder eine Hysteroskopie notwendig sein, um die Ursache genauer festzustellen. Wenn dir die oben genannten Veränderungen auffallen, solltest du unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, damit der Ursache deiner Beschwerden auf den Grund gegangen werden kann!

Referenzen:

  1. Sweet, M. G., Schmidt-Dalton, T. A., Weiss, P. M., & Madsen, K. P. (2012). Evaluation and management of abnormal uterine bleeding in premenopausal women. American Family Physician, 85, 35–43.
  2. Master-Hunter, T., & Heiman, D. L. (2006). Amenorrhea: Evaluation and treatment. American Family Physician, 73, 1374–1382.
  3. Apgar, B. S., Kaufman, A. H., George-Nwogu, U., & Kittendorf, A. (2007). Treatment of menorrhagia. American Family Physician, 75, 1813–1819.
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