Unfreiwilliges Wasserlassen ist ein Problem, das auch andere Frauen kennen.

Wussten Sie, dass schätzungsweise 20 Millionen Erwachsene (85% Frauen) aller Altersgruppen unter unwillkürlichem Harnlassen, oder auch Inkontinenz genannt, leiden? Einige Quellen sprechen gar von einer Zahl von 30 Millionen, weil fast jede vierte Frau mit leichter Inkontinenz dies nie mit einem Arzt oder dergleichen besprochen hat. Es gibt zwei Hauptarten für Inkontinenz: Stress- und Dranginkontinenz.

Stressinkontinenz bedeutet Abgang von kleinen Urinmengen bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten, Husten, Niesen, Lachen und/oder Heben. Manchmal können Geburten oder bestimmte Operationen die Muskulatur unter der Blase schwächen, wodurch es zum Harnlassen kommt.

Dranginkontinenz ist der Drang zu urinieren und die Unfähigkeit, die Toilette rechtzeitig zu erreichen. Viele Frauen erleben Dranginkontinenz auf Grund von Infektionen mit Reizung der Blase und der Harnröhre, was zu Muskelkrämpfen führt, die wiederum den Urin aus der Blase zwingen.

Glücklicherweise gibt es heutzutage viele Behandlungsmöglichkeiten und –mittel, die helfen können. Auch durch veränderte Verhaltensweisen kann Abhilfe geschaffen werden. Zum Beispiel:

Viel Wasser trinken - mindestens 6 bis 8 Gläser am Tag. Eine gängige Irrmeinung unter Frauen mit Inkontinenz ist, dass weniger trinken Unfälle vermeidet. Tatsächlich kann eine begrenzte Flüssigkeitsaufnahme den Urinabgang noch vergrößern, wenn die Blase gereizt wird.

Einige Getränke stehen in dem Ruf, das Auftreten von Inkontinenz zu verstärken. Solche Getränke sollten Sie vermeiden: koffeinhaltiger Kaffee und Tee, Getränke mit Kohlensäurezusatz, Alkohol, Zitrussäfte und Milchprodukte.

Achten Sie auf Ihr Gewicht. Schon einige wenige Extrakilos können durch den zusätzlichen Druck auf Ihre Blase eine leichte Inkontinenz bewirken. Bleiben Sie in Bewegung, denn dies hilft Ihr Gewicht zu reduzieren und sich besser zu fühlen.

Kegelübungen helfen Frauen, ihre Beckenbodenmuskulatur zu stärken, die durch Schwangerschaft und Geburt geschwächt sein kann. Fragen Sie vor Beginn des Übungsprogramms stets Ihren Arzt oder medizinischen Berater.

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