Für die ärztliche Diagnose eines Prämenstruellen Syndroms (PMS) sind folgende Kriterien entscheidend: Fünf (oder mehr) der folgenden Symptome können in der prämenstruellen Phase auftreten, nach der Menstruation jedoch nicht. Auch muss mindestens ein Symptom aus Gruppe A vorhanden sein.
Gruppe AAußerdem ist sehr wichtig für eine positive Diagnose von PMS, dass diese Störungen die Arbeit, den Schulbesuch oder die persönlichen Beziehungen der Frau spürbar beeinflussen. Die zyklische Natur dieser Symptome ist aus dem Gedächtnis nicht zuverlässig nachzuvollziehen. Sie sollten täglich über mindestens zwei bis drei Monate im Zykluskalender notiert werden.
Schließlich dürfen diese Symptome keine Verschlechterung einer psychiatrischen Erkrankung wie etwa einer schweren Depression oder einer Angststörung sein. Nur 50% der Frauen, die ihren Arzt aufsuchen und glauben, an PMS zu leiden, erfüllen tatsächlich die oben genannten Kriterien und es wird die PMS-Diagnose bestätigt.
Wenn Sie den Verdacht haben, an PMS zu leiden, ist es zwingend erforderlich, einen Bezug zwischen dem Auftreten der Symptome und dem Menstruationszyklus herzustellen. Genauso wichtig ist es, Ihre berufliche und persönliche Stressbelastung einzuschätzen. Sie kann bedeutenden Einfluss darauf haben, wie sich prämenstruelle Symptome bei Ihnen äußern.
Ernste prämenstruelle SymptomeManche Frauen leiden stark unter PMS. Symptome ernster psychiatrischer Probleme, wie Depressionen oder Panikattacken, sind oft in der prämenstruellen Phase am stärksten ausgeprägt. Studien haben gezeigt, dass Selbstmordversuche, psychiatrische Krankenhausaufnahmen und Gewaltstraftaten bei Frauen besonders häufig in den prämenstruellen Tagen auftreten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie sich selbst oder jemand anderem Schaden zufügen könnten, sollten Sie sofort medizinische Hilfe suchen. Glücklicherweise passiert so etwas äußerst selten.

